Freitag, 13. November 2015

Vernet 1.3 - the bodice is finished.

https://www.facebook.com/vernet1814/?fref=ts
Heute möchte ich euch von der Herstellung des Oberteils meines Kleides zu Vernet Projekt erzählen. Ich glaub, dass hat mit Abstand die meiste Arbeit gemacht und ich bin echt glücklich, dass ich es fertig habe und so den Zeitplan einhalten kann!

Als erstes habe ich mir ein Probestück angefertigt, welches ich nach meinen Wünschen und Vorstellungen angepasst habe. Danach habe ich von diesem Probestück ein Schnittmuster erstellt. Nun ging es ans Zuschneiden der Seide. Ich finde der erste Schnitt in den noch unangetasteten Stoff ist das Schlimmste! Nachdem ich den Zuschnitt erledigt hatte, schnitt ich noch vom Frontteilschnitt eine dünne Lage Baumwollstoff aus, diesen heftete ich nun auf die Seide, es sollte den Oberstoff zu Stärkung dienen, denn dieser musste mit 13 Fenstern versehen werden, die dann alle eine gerüschte Füllung erhalten sollten. Die vorgesehenen Maße malte ich dazu mit Schneiderkreide auf den Stoff.






 
Die Fenster wurden nach außen hin immer größer und demnach musste auch die Füllung entsprechend größer werden. Ich entschied mich für das 1,5 fache an Länge der Fensterlänge. So kam eine sanfte Rüschung zustande.

 
Wie auf dem Foto zu sehen, wurden die Fenster erst mittig geschlitzt und zu den jeweiligen Außenkanten hin in die Ecken eingeschnitten, so konnte man sie gut nach Innen umklappen und erhielt so noch eine zusätzliche Verstärkung der Zwischenstege.

 
Das gerüschte Futter wurde locker hinein drapiert und von vorn nach hinten festgenäht. 


 
Hier ist das fertige Frontstück von der rechten und (unten) von der linken Seite zu sehen.





Die Ärmel:

Die Ärmel waren ein leichter Kampf. Nach dem Modekupfer zu urteilen bestehen sie aus drei Komponenten. Als obere Schicht den pinken gezackten Teil, der nur leicht über die Schulter ragt, darunter eine Schicht mit 10 umsäumten Zacken und um den Ärmel seine Form und Stabilität zu geben einen Unterbau, an dem die 10 Zacken mit der Spitze angebracht sind.

Soweit die Theorie. Ich habe glaub ich fünf Anläufe benötigt um den ersten Teil des Ärmels so hinzubekommen, wie in dem Modekupfer zu sehen. Danach lief es wieder leichter von der Hand!




 
Der obere Teil besteht aus 12 Zacken, ich habe den Ärmelteil doppelt genommen, ihn zusammengenäht, gewendet und am inneren Teil eine Kante aus Zackenlitze angenäht.







Die 10 Zacken habe ich mit pinkem Seidentaft eingefasst und am innen liegenden äußeren Rand ebenfalls mit Zackenlitze umrandet.


Hier zu sehen der zusammengesteckte Ärmel, alles passt an seinen Fleck!

  
Die Knöpfe:

Der obere Ärmelteil wird bei jeder Zacke zusätzlich mit einem Knopf dekoriert. Insgesammt brauchte ich also 24 Knöpfe. Die richtige Größe als Innenteil hatten meine Zwirnknöpfe. Diese bezog ich also nun mit pinken Seidentaft, damit sich der Zwirn aber nicht so durchdrückte, legte ich zusätzlich eine weitere kleide Schicht Seidentaft mit ein.









So und nun seid ihr sicher gespannt, wie das fertige Oberteil des Kleides nun aussieht!?
Ich möchte es euch nicht vorenthalten:






Und jetzt sind es nur noch zwei Wochen bis zur Vollendung! Da heißt es keine Zeit verlieren und wieder an die Arbeit!

To be continued!
*****
KK 



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Sonntag, 13. September 2015

Zu Gast bei Freunden - Weimarer Reisegesellschaft 2015

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewusst bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

Wilhelm Busch (1832-1908)


Ja nun ist der Herbst da, der mächtige Sommer war mit einem Schlag vorbei und mit Beginn des Septembers fand sich die Reisegesellschaft Anno 1800 wieder in Weimar zusammen. Schon wieder war ein Jahr um und als ich diesmal das Ortseingangsschild von Weimar erblickte, war es wie 'nach Hause' kommen. Mich erwarteten ein paar wunderbare Tage mit Freunden!



Der Donnerstag stand ganz im Sinn der alten Schriften und so besuchten wir nach unserer Ankunft das Goethe- und Schiller-Archiv und die dortige Ausstellung 'AusGoethes Autographensammlung'.





Am Freitag Vormittag besuchten wir das Römische Haus mit seiner wunderbaren klassizistischen Innendekoration. Im Untergeschoss präsentiert eine Ausstellung die Entwicklung des Parks an der Ilm seit dem späten 18. Jahrhundert.


Foto: Christian Leist-Bemmann




Foto: Christian Leist-Bemmann

Foto: Christian Leist-Bemmann

Foto: Christian Leist-Bemmann


Am Nachmittag fand sich dann unsere gesamte Gruppe, am Frauenplan vor Goethes Wohnhaus, zur Begrüßung zusammen. Es war so schön bekannte Menschen wiederzusehen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Gemeinsam besuchten wir dann das Bertuchhaus, welches das heutige Stadtmuseum ist. Wir erhielten eine Führung zum Leben und wirken des J.F. Bertuch und anschließend besuchten wir sein Grab im Park hinter dem Stadtmuseum.


Foto: E.Caramanna

Foto: Christian Leist-Bemmann





 
Am Samstag fuhren wir gemeinsam zum Schloss Belvedere, dort konnten wir uns zunächst ausgiebig das Schloss und die Ausstellungsstücke ansehen.

Foto: Silvermedusa


Foto: E.Caramanna

                                                                                                    Foto: F.Robardey
                                                                                                          Foto: E.Caramanna

Danach sammelten wir uns zu unserem alljährlichen Picknick im Schlosspark zusammen. Leider war diesmal das Wetter nicht ganz zu unseren Gunsten und so gab es kein Picknick auf dem Boden, sondern auf Bänken. Der guten Laune und ausgelassenen Gesprächen tat dies aber keinen Abbruch!










Am Abend fanden wir uns dann wieder zu einem Botterbrot Salon zusammen. Wir hörten einen Vortag zum Thema Teekultur um 1800 und zwei sehr ergreifende Gedichte die uns von der lieben Silvermedusa vorgetragen wurden und die uns allen Gänsehaut bescherte.

                                       Foto: E.Caramanna                               Foto: E.Caramanna
Foto: E.Caramanna

                             Foto: E.Caramanna                                             Foto: E.Caramanna

 Der Freitag stand ganz im Zeichen Friedrich Schillers. Wir besuchten das neu renovierte Wohnhaus auf der Schillerstraße. Ein gemütliches Kleinod in Weimar! 

Foto: F.Robardey
Foto: F.Robardey

                               Foto: Foto: F.Robardey                                     Foto: E.Caramanna

Und dann war es wieder so weit, die ersten Mitreisenden mussten sich schon verabschieden. Viel zu schnell verging die schöne Zeit! Einen Tag verweilten ein paar von uns noch in Weimar aber dann hieß es auch für mich wieder Abschied nehmen.

Foto:  
Corina Van Der Linden-Otten

Adieu Weimar! Bis zum nächsten Mal!

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KK

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