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Dienstag, 14. November 2017

Allen Anfang wohnt immer ein Stück Stoff inne...

So beginnt es doch immer, man findet ein Stück Stoff, verleibt sich und dann irgendwann, wenn das Stück Stoff lange genug im Stoffschrank verweilt hat, hat man eine Idee ihn zu neuem Leben zu verhelfen!
Das daraus nun ein ganzes Ensemble entstand ist eine ganz andere Geschichte. Also von vorn. Das ich 2016 nicht mit in Weimar war, dürfte nun allgemein bekannt sein. Schon damals wurde die Idee ins leben gerufen, den Freitag in alltäglicher einfacher Kleidung zu verbringen, die auch gerne mal schmutzig werden darf. Wie wunderbar! Keine Seide, auf die man penibel achten musste, kein Musselin der zerreißen konnte! Das ist das richtige für mich Dreckspatz! Mit grauen erinnere ich mich noch an Fulda des Jahres 2012! Dort hatte ich meinen schönen roten Seidentaftrock von oben bis unten bekleckert! Wie habe ich mich geärgert!


Nun kam für diesen Zweck endlich ein lang geschonter Stoff aus dem Lager zum Einsatz. Ein Blaudruckstoff aus unserer Region, ordentlich gerollt und somit mit einem leichten Glanz versehen.
Das Ziel war ein short gown. Als Schnittmuster habe ich von 'Reconstructing History' Regency Half-robe and Robe Pattern probiert. Was ich euch hiermit nicht empfehle! Die Ärmel passen überhaupt nicht! Wenn man es nach Anleitung macht sind die Ärmel viel zu eng, ich musste noch eine Streifen von 6cm in die Naht einfügen, um ein ordentliches Ergebnis zu erhalten! Das hat mich natürlich einiges an Zeit gekostet.



Für das Kleid für „untendrunter“ habe ich mich für schwarze Baumwolle entschieden. Als Schnitt habe ich von Past Patterns Nr 31 genommen. Dieser Schnitt ist einfach herrlich und passt immer wie angegossen!
 
Hier also nun das Ensemble:




Von der lieben Sabine von Kleidung um1800 habe ich diese wundervolle Schürze erhalten! Passt sie nicht wunderbar dazu? Vielen lieben Dank nochmal!








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KK



Samstag, 3. Dezember 2016

Von kleinen Wundern und anderen Dingen...


Sicher ist euch auch schon aufgefallen, dass es etwas ruhig auf meinem Blog geworden ist. Das liegt nicht daran, dass es mir an Projekten mangelt, oh nein! Man könnte eher sagen mein Arbeitstisch quillt über von Ideen, Stoffen und angefangenen Projekten!

Eins was ich aktuell im Schneckentempo bearbeite ist eine neue Schnürbrust von J.S. Bernhardt. Das ich diese überaupt machen kann verdanke ich der leiben Sabine! Dazu lest ihr am besten auf ihrem Blog die detailreiche Ausarbeitung dieser Studie!

Sie fertigte mir nicht nur das Schnittmuster, sondern auch ein Probestück, welches die liebe Mrs. R. von pavillon de la paix, letztes Jahr in Weimar mir angepasst hat.

So und nun nähe ich gemütlich mit langen Pausen seit einiger Zeit an dem guten Stück und kann euch verkünden: es ist noch immer nicht fertig!
Hier aber ein paar Zwischenfotos:



Der Grund, warum ich in letzter Zeit so rar und langsam bin, leigt daran, dass sich unsere kleine Familie um einen neuen Erdenbürger erweitert hat.
Unsere kleine Tochter ist unser ganzer Stolz! Und dieses jahr wird sicher eines der schönsten Weihnachten seit langem!


Seid aber versichert, dass es auf diesem Blog weiter geht, zwar vorerst im Schneckentempo, aber all die Projekte wollen ja noch zu einem guten Ende gebracht werden!

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KK


Sonntag, 13. September 2015

Zu Gast bei Freunden - Weimarer Reisegesellschaft 2015

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewusst bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

Wilhelm Busch (1832-1908)


Ja nun ist der Herbst da, der mächtige Sommer war mit einem Schlag vorbei und mit Beginn des Septembers fand sich die Reisegesellschaft Anno 1800 wieder in Weimar zusammen. Schon wieder war ein Jahr um und als ich diesmal das Ortseingangsschild von Weimar erblickte, war es wie 'nach Hause' kommen. Mich erwarteten ein paar wunderbare Tage mit Freunden!



Der Donnerstag stand ganz im Sinn der alten Schriften und so besuchten wir nach unserer Ankunft das Goethe- und Schiller-Archiv und die dortige Ausstellung 'AusGoethes Autographensammlung'.





Am Freitag Vormittag besuchten wir das Römische Haus mit seiner wunderbaren klassizistischen Innendekoration. Im Untergeschoss präsentiert eine Ausstellung die Entwicklung des Parks an der Ilm seit dem späten 18. Jahrhundert.


Foto: Christian Leist-Bemmann




Foto: Christian Leist-Bemmann

Foto: Christian Leist-Bemmann

Foto: Christian Leist-Bemmann


Am Nachmittag fand sich dann unsere gesamte Gruppe, am Frauenplan vor Goethes Wohnhaus, zur Begrüßung zusammen. Es war so schön bekannte Menschen wiederzusehen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Gemeinsam besuchten wir dann das Bertuchhaus, welches das heutige Stadtmuseum ist. Wir erhielten eine Führung zum Leben und wirken des J.F. Bertuch und anschließend besuchten wir sein Grab im Park hinter dem Stadtmuseum.


Foto: E.Caramanna

Foto: Christian Leist-Bemmann





 
Am Samstag fuhren wir gemeinsam zum Schloss Belvedere, dort konnten wir uns zunächst ausgiebig das Schloss und die Ausstellungsstücke ansehen.

Foto: Silvermedusa


Foto: E.Caramanna

                                                                                                    Foto: F.Robardey
                                                                                                          Foto: E.Caramanna

Danach sammelten wir uns zu unserem alljährlichen Picknick im Schlosspark zusammen. Leider war diesmal das Wetter nicht ganz zu unseren Gunsten und so gab es kein Picknick auf dem Boden, sondern auf Bänken. Der guten Laune und ausgelassenen Gesprächen tat dies aber keinen Abbruch!










Am Abend fanden wir uns dann wieder zu einem Botterbrot Salon zusammen. Wir hörten einen Vortag zum Thema Teekultur um 1800 und zwei sehr ergreifende Gedichte die uns von der lieben Silvermedusa vorgetragen wurden und die uns allen Gänsehaut bescherte.

                                       Foto: E.Caramanna                               Foto: E.Caramanna
Foto: E.Caramanna

                             Foto: E.Caramanna                                             Foto: E.Caramanna

 Der Freitag stand ganz im Zeichen Friedrich Schillers. Wir besuchten das neu renovierte Wohnhaus auf der Schillerstraße. Ein gemütliches Kleinod in Weimar! 

Foto: F.Robardey
Foto: F.Robardey

                               Foto: Foto: F.Robardey                                     Foto: E.Caramanna

Und dann war es wieder so weit, die ersten Mitreisenden mussten sich schon verabschieden. Viel zu schnell verging die schöne Zeit! Einen Tag verweilten ein paar von uns noch in Weimar aber dann hieß es auch für mich wieder Abschied nehmen.

Foto:  
Corina Van Der Linden-Otten

Adieu Weimar! Bis zum nächsten Mal!

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KK

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